Kilikien
Mittelmeerküste und wildes Taurusgebirge
Kilikien - wildromantische Landschaft an der türkischen
Mittel- meerküste. Der schmale fruchtbare Küstenstreifen mit kleinen Buchten
und feinen Sandstränden ist altes Kulturland. Viele Völker haben hier ihre
Spuren hinterlassen.
Taurusgebirge
Auf fast 3500 m Höhe steigt das Taurusgebirge an der kilikischen Küste an.
Es wird von zwei Tälern durchschnitten: im Osten von der Kilikischen Pforte,
im Westen vom Göksu-Tal. Der mittlere Taurus ist Karstgebirge mit zahlreichen
Höhlen und unterirdischen Flüssen.
Kilikische Küste
Im milden, frostfreien mediterranen Klima an der Küste gedeihen Zitrusfrüchte,
Maltapflaumen und Bananen. Oberhalb der Macchie, in der der Johannisbrotbaum
häufig vorkommt, wachsen Kiefernwälder. Von Dezember bis April blühen Narzissen,
Anemonen, Orchideen, Affodil und Seidelbast.
Altes Kulturland
Alexander d.Gr. zog im Jahre 333 v.Chr. kurz vor seinem legendären Sieg bei
Issos durch die Kilikische Pforte. In Tarsus empfing Marc Antonius Kleopatra,
Cicero hatte hier seinen Sitz als Prokonsul, der Apostel Paulus ist in Tarsus
geboren. In byzantinischer Zeit entstand an der Küste das kleinarmenische
Reich, das später von den Seldschuken und dann von den Kreuzrittern erobert
wurde. Auf einem Kreuzzug im Jahre 1190 ertrank Kaiser Barbarossa im nahen
Göksufluss.
Zu den heutigen Bewohnern der Dörfer in den Bergen und an der Küste zählen
auch halbnomadisch lebende Yürüken, die im Sommer mit ihren Ziegen, Schafen
und Kamelen auf die Hochalmen ziehen.
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