Bulgarien hat als Übergangsland zwischen Mittelmeer, gemäßigter Zone und asiatischen
Steppen viele interessante Pflanzen, darunter etwa 170 endemische Arten und etwa 100 endemische
Unterarten. Es ist reich an Biotopen, in denen echte Reliktarten vorkommen, und an Lebensräumen,
in denen Endemiten neu entstanden sind. Die Vorkommen der meisten Endemiten stehen in Reservaten
oder in Nationalparks, von denen es 10 im Lande gibt, unter Schutz. Während dieser schönen Reise
werden auch kulturhistorisch interessante Klöster und Ortschaften besucht. Landestypische Küche
und Unterkünfte in kleineren Orten tragen dazu bei, dass man auch über das Alltagsleben einiges
erfährt. Die täglichen Wegstrecken liegen zwischen 6 und 8 km.
- Eintrittsgelder sind nicht im Reisepreis enthalten.
- Reisedokumente: Reisepass ist notwendig.
- Wir empfehlen eine Reiserücktrittsversicherung.
Änderungen können jederzeit auftreten.
Die Änderungen des Reiseverlaufs behalten wir uns ausdrücklich vor, da zwischen Planung und Durchführung der Reise oft längere Zeiträume liegen.
- 1. Tag
-
Anreise
Flug nach Sofia und Fahrt zum Hotel, gelegen am Fuße des Berges Vitoscha.
3 Übernachtungen
- 2. Tag
-
Botanischer Garten von Sofia
Bei einer Exkursion im Vitoscha Natur Park/
Bistrischko Branischte Reservat suchen wir
nach Populationen von Pinus peuce, Taxus
baccata, Lilium jankae, Aguilegia aurea,
Soldanella carpathica (S. Rhodopaea)
u.a. Nachmittags Stadtrundgang in Sofia.
- 3. Tag
-
Reservat Ostritsa
Heute sind wir im Reservat Ostritsa am
Berg Golo Bardo. Einige Endemiten und
charakeristische Arten sind Edraianthus
serbicus, Genista subcapitata, Verbascum
urumofii, Asperula taurina, Dictamnus albus
"Neue".
- 4. Tag
-
Rila Kloster, Museum, Bansko
Fahrt zum Rila-Kloster und Besichtigung.
In der Klosterumgebung können wir
Sempervivum erythreum, Verbascum
jankaeanum, Silene frivaldzkyana,
Symphyandra wanneri, Rheum rhaponticum
finden. In der Nähe ist auch das Reservat
Rilska Gora, wo interessante Baumarten zu
sehen sind. Am Nachmittag Bansko, bekannt
für seine Ikonenmalerei-Schule und für seine
historischen Häuser. Danach Folkloreabend
mit einheimischen Gerichten, Musik, Gesang.
2 Übernachtung in Bansko
- 5. Tag
-
Südausläufer Rilagebirge
Fahrt in den Nationalpark zu den südlichen
Abhängen des Rila-Gebirges in Treschtenik,
wo wir Drosera rotundifolia, Pingucula
balcanica, Ranunculus fontanus, Geum
bulgaricum, Campanula moesiaca, Anthemis
orbelica finden können. Abendessen im Hotel.
- 6. Tag
-
Pirin-Nationalpark
Vormittags Fahrt in den National Park
Pirin-Gebirge (UNESCO). Im Karstgebiet
auf einer Höhe über 2000 m, dem
Entstehungsort der Endemiten, suchen wir
nach raren Populationen von Pinus peuce,
Pinus heldreichii, Dianthus microlepis,
Brassica jordanoffii, Saxifraga discolor, S.
ferdinandi-coburgii, Verbaskum davidovii,
Viola perinensis, Alchemila pirinica. Am
Nachmittag sind wir im Reservat Tisata.
Dort finden wir stark vom Mittelmeerraum
beeinflusste Pflanzen, wie zum Beispiel:
Achillea ageratifolia, Centaurea chrysolepis,
Cnicus benedictus, Dianthus bulgaricus,
Juniperus exelsa, Plandago tunuiflora u.a.
2 Übernachtung in Melnik
- 7. Tag
-
Melnik, Sandsteinpyramiden
Melnik, die kleinste Stadt des Landes, befindet
sich inmitten von Sandsteinpyramiden
– eine einmalige Landschaft, berühmt für
ihren Rotwein. Herrlicher Spaziergang und
Suche nach Platanus orientalis, Centaurea
immanuelis-loewii, Goniolimon tataricum,
Hypericum rumelianum, Petasites
kablikianum, Sempervivum ciliosum. Besuch
des Rozhen-Klosters. Den Nachmittag
verbringen wir in Melnik. Abendessen in
landestypischer Taverne.
- 8. Tag
-
Pirin-Gebirge, Rodopen
Fahrt durch das Pirin-Gebirge und
in die Rodopen mit dem größten
Nadelwaldvorkommen im Land. Fahrt ins
Reservat Beglika. Im Karstgebiet finden wir
Astragalus monspessulanum, Onobrychis
alba, Viola rhodopeia, Galium bereole,
Potentila geoides, Jovivarba heuffelii u.a.
Fahrt nach Dospat am gleichnamigen See.
Übernachtung und Abendessen in Dospat.
- 9. Tag
-
Trigrad-Kanyon, Trigradhöhlen
Heute sind wir bei Trigrad. Charakteristisch
hier sind Daphne oleoides und Anemone
nemorosa. Teils seltene, teils endemische
Arten sind: Saxifraga sempervivum, S.
paniculata, S. strybrnyi, Haberlea rhodopensis,
Sideritis scardica, Morina persica, Polygala
alpestris, Scabiosa rhodopensis, Inua
aschersoniana, Arenaria rhodopea, Marrubium
frivaldszkyanum, Malcolmia orsiniana,
Scrophularia bulgarica, Ceterach officinarum,
Pulmonaria rubra, Thyus Vandasii, Globularia
cordifolia, G. aphyllanthes und Coelglossum
viride. Am Nachmittag Pause im historischen
Dorf Schiroka Laka. 2 Übernachtungen im Hotel in Pamporovo
- 10. Tag
-
Smolyan-Seen
Gebiet der Smolyan-Seen. Typische
Pflanzenarten, wie z. B. Viola ganiatsasii,
Angelica pancicii, Aquilegia nigricans,
Chamaecytisus absinthoides und Cirsium
appendiculatum. Orchideenarten u.a.
Dactylorhiza sambucina, D. cordigera,
Orchis pallens und Or. Ustulata sind
ebenfalls zu finden. Seltenere Arten sind
Drosera rotundifolia, Urticularia vulgaris und
Menyathes trifoliata. Hotel mit Hallenbad.
- 11. Tag
-
Plovdiv, Bachkovo-Kloster
Transfer nach Plovdiv. Besuch des
Bachkovo-Klosters und des Hügels an der
Assenova Festung. Bemerkenswerte Arten
sind Comandra elegans, Inula aschersoniana,
Alyssoides utriculata, Gypsophila glomerata,
Micromeria cristata, Silene flavescens,
Bitumiaria bituminosa. Endemische Pflanzen
sind Alkanna stribrnyi, Genista rumelica,
Achillea clypeolata, A. depressa, Hyperium
rumelicum und Verbascum decorum. Fahrt
nach Plovdiv mit Altstadt-Spaziergang und
der Möglichkeit das römische Amphitheater
(2. Jh.) zu sehen. Abschiedsabendessen im
Restaurant unseres Hotels in Plovdiv.
- 12. Tag
-
Abreise
Transfer zum Flughafen Sofia, Rückflug nach
Deutschland.