Botanik & Orchideenreisen
Alpenblüte im Kleinen Walsertal
Wandern in den Lebensräumen seltener Gebirgsflora

Das Kleine Walsertal, umgeben von einem imposanten Bergkranz, gehört zu Österreich,
kann aber nur von Deutschland aus erreicht werden. Es ist eines der schönsten Hochgebirgstäler.
Majestätisch präsentiert sich dem Besucher der 2536 m hohe Widderstein, an dessen
Fuß der idyllische Ort Mittelberg liegt. Auf den Almwiesen duftet frisches Heu.
Die Hochalmen, die Berg- und die Schluchtwälder sind durch ein dichtes Netz von
Wanderwegen und Seilbahnen so gut erschlossen, dass wir die interessanten
Pflanzenarten leicht erreichen und unter kundiger Führung sicher bestimmen können.
Der Ablauf und die Reihenfolge der folgenden 7 Tagestouren werden mit den
Teilnehmern abgestimmt.
Preis pro Person| Art | Preis |
|---|
| Doppelzimmer | 690,00 € |
| Einzelzimmer | 790,00 € |
Privat-Tour| Personenanzahl | Preis |
|---|
| 1-7 Personen
|
ab 710,00 € |
Programm als PDF herunterladen
Termine
| Sa., 27. Jun. 2009 | - | Fr., 03. Jul. 2009 |
Bei DR. KOCH im Reisepreis inbegriffene Leistungen
- 6 Übernachtungen im DZ/EZ mit DU/WC inkl. Frühstück
- alle Transfers
- Reiseleitung
- Eintrittsgelder
- Reisepreissicherungsschein
Teilnehmerzahl
8 - 12 Personen
Hinweise
- An- und Abreise mit eigenem PKW oder mit der Bahn (bis nach Oberstdorf,
von dort mit dem Bus nach Riezlern). Eine Bahnreise wird auf Wunsch von
DR. KOCH REISEN gerne vermittelt.
- Wir empfehlen eine Reiserücktrittsversicherung.
Anreise
Eigene An- und Abreise.
Änderungen
Änderungen können jederzeit auftreten.
Die Änderungen des Reiseverlaufs behalten wir uns ausdrücklich vor, da zwischen Planung und Durchführung der Reise oft längere Zeiträume liegen.
- Exkursionen im „Kleinen Walsertal“:
-
Kanzelwandgipfel – Zweren-Alp
Wanderung von Riezlern in Richtung Kanzelwandgipfel, über die „Zweren-Alp“ zur
Bergstation. Von dort geht es wahlweise mit der „Kanzelwandbahn“ oder zu Fuß
zurück. Überwiegend kalkliebende Gewächse, z. B. Càrex firma (Polster-Segge),
Dryas octopètala (Silberwurz) oder Minuàrtia geradii (Gerads Alpenmiere).
-
Straußberger Moor
Mit dem Bus geht es von Riezlern zum Alpen-Gasthof Hörnlepass durch das NSG
„Straußberger Moor“ mit seiner einzigartigen „Hochmoor-Flora“ wie z.B.
Andròmeda polyfòlia (Rosmarinheide), Oxycòccos microkàrpus (Kleinfrüchtige
Moosbeere), Trichòphorum alpinum (Alpen-Rasenbinse), vaccinium uliginòsum
ssp. uliginòsum (Gewöhnliche Rauschbeere) und seiner Quellmoor-Flora mit
Succisa inflèxa (Moor-Abbiss), Eriòphorum latifolium (Breitblättriges Wollgras)
oder Hypèricum maculàtum ssp. obtusiùsculum (Kantenhartheu).
-
Walserschanz - Breitachklamm
Fahrt von Riezlern zur Grenze Walserschanz, anschließend Wanderung durch die
„Breitachklamm“ mit seiner charakteristischen Felsen-Schluchtwald-Flora, wie
z. B. Saxifraga stellàris (Stern-Steinbrech), rotundifòlia (Rundblättriger
Steinbrech) und Cystòpteris fràgilis (Zerbrechlicher Blasenfarn) und seiner
„Schluchtwald-Flora“, wie z. B. mit Aruncus dioicus (Wald-Geißbart), Aconitum
lycòctonum (Gelber Eisenhut), Veronica urticifòlia (Nesselblättriger Ehrenpreis),
Lonicera nigra (Schwarze Heckenkirsche).
-
Von Mittelberg zum „Wolmendinger Horn“
Von Mittelberg geht es zum „Wolmendinger Horn“ mit der Seilbahn. Hier gedeihen
säureliebende Pflanzen wie Arnica montàna (Arnika), geschlängelte Schmiele,
Drahtschmiele, Reichblättriges Läusekraut u. a.. Dazwischen auf Kalkgestein
Arten wie Kriechendes Gipskraut und Alpenleinkraut.
-
Mittelberg – „Breitach“ – „Wildental“
Wanderung von Mittelberg hinab in den Wald zur Breitach mit charakteristischer
Schluchtwald-Flora, wie Behaarter Pippau, Rauhhaariger Kälberkropf, Weiße Fetthenne,
Breitbrlättriger Dornfarn. Weiter geht es durch das artenreiche „Wildental“, aufwärts
über die „Untere Wies-Alp“ und von dort hinauf zur „Flucht-Alp“. In den Quellmooren
gedeihen Raritäten wie Riesel-Segge, Eis-Segge, Braunes Schnabelried, Braune Schnabelbinse,
Sumpfweidenröschen. Weiter geht es bergauf bis zur „Hinterwilden-Alp“. Mit kalkliebender
Flora z. B. Kugelige Teufelskralle, Kranzblättrige Silberdistel, Rindsauge u. a.. Daneben
gibt es dort wenige säureliebende Arten z.B. Rostseggen-Rasen mit Sumpfläusekraut, Blutwurz.
Danach ständig bergauf, parallel zum Wildenbach, durchs „Steinerne Meer“. Hier besonders
geröllliebende Pflanzen, wie Mannsschild-Miere, Polstermiere, Silberwurz und auf etwas
frischerem Untergrund Kalk-Glockenenzian, Alpenaurikel, Immergrüne Segge, Stern-Steinbrech.
In Rieselfluren Eis-Segge, Braune Segge, Troddelblume, Glänzende Gänsekresse, Fetthenne,
Bachsteinbrech und auf steinig, moorigem Boden auch die Alpen-Braun-Segge.
-
„Bärgunt-Tal“ – „Alpsee“ – „Gemstalalp“
Fahrt zum Wanderparkplatz an der Breitach. Danach das „Bärgunt-Tal“ aufwärts
über die „Bärgunt-Hütte“ durch Schluchtwald mit typischen Begleitpflanzen wie
Weiße- und Rote Pestwurz, Behaarter Pippau, Kletten-Distel, Berg-Lappenfarn,
dann durch Nasswiesen mit Berg-Greiskraut, Kohldistel, Sumpf-Pippau, Rasen-Schmiele
usw.. Weiter in Richtung „Große Witterstein-Hütte“. Zuvor kommt der „Alpsee“, mit
säureliebenden Pflanzen wie Berg-Wohlverleih, Weißzüngel, Krumm-Segge, Zwergruhrkraut,
Bärtige Glockenblume, Gold-Pippau u.a.. Auf der Kammhöhe durch das „Karseenreiche
Gemstalkoblach“ Seltenheiten wie Tauernblümchen, Saumnarbe, Dreigriffeliges Hornkraut,
Alpen-Rasenbinse, Bayerischer Enzian, alpine Form der Rauschbeere, Kriechende Gamsheide,
Alpen-Bärentraube, Zwittrige Krähenbeere. Letztere 3 Arten sind charakteristisch für
saure, magere, flachgründigen Felsen der wind- und schneegefegten Gradlagen.
Die Rücktour führt über die „Gemstalalp“ und die stets bergab (auch per Bus ist
die Rückfahrt nach Mittelberg möglich) nach Mittelberg.
-
Von Riezlern zum „Schwarzwassertal“
Fahrt über Riezlern zur „Auer-Hütte“ im „Schwarzwassertal“, Wanderung zur „Ifen-Hütte“ und zum
Gasthof „Bergadler“. Zwei Abstiegsvarianten an:
Kurze Rücktour: dieselbe Strecke bergab bis zur „Auen-Hütte“
Lange Rücktour: durch das „Gottesacker-Plateau“ mit seinen flachgründigen, trockenen, mageren Felsen. Dort gedeihen z.B. Kalk-Polsternelke, Alpen-Ehrenpreis. Weiter geht es die „Schneiderküren-Alp“ abwärts bis nach „Wäldele“ und von dort nach Mittelberg.
- Hinweise zur Reise
-
Bergwandern ohne Zeitdruck auf Wegen bis zur Baumgrenze. Ablauf und Reihenfolge der
beschriebenen Routen werden individuell auf die Wünsche der Teilnehmer abgestimmt.
Einkehr- und Einkaufsmöglichkeiten gibt es während der Ausflüge. (Parkmöglichkeiten für
PKWs!)