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Im Land der Feenkamine und Felsenkirchen
Wandern in Kappadokien (Sondertermin - Reiseleitung Nikolaus Koch)
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Vogelzug mit Geierfelsen
Geier der Nordtürkei
(Tour 1)
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(Tour 2)
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Ornitour Kilikien
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Per Rad und Schiff durch Masuren
Individualreise
Per Rad und Schiff durch Masuren
Gruppenreise
Urlaub im Radler - Resort
Masurische Seen
Zauberhaftes Masuren
Gruppenreise
Masurische Impressionen
Individualreise
Rad- & Wandertouren in Kappadokien (15 Tage)
Im Land der Feenkamine und Felsenkirchen
Rad- & Wandertouren in Kappadokien (8 Tage)
Felsenkirchen, Klöster und unterirdische Städte in atemberaubender Erosionslandschaft
Rad- & Wandertouren in Kappadokien (8 Tage)
Tiefe Canyons und verkarstete Höhenzüge in faszinierender Kulturlandschaft
Qigong und Tai Chi am Bafasee
Der sanfte Weg zu mehr Lebensenergie und Ausgeglichenheit


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Botanik & Orchideenreisen

Brasilien
Atlantischer Regenwald, Steppe und Dünenküste

Unsere botanische Reise nach Brasilien führt in den Südosten des Landes. Hier erkunden wir die Pflanzenwelt des Atlantischen Regenwaldes und des Orgelgebirges, botanisieren im Nationalpark Serra do Cipó und an der Küste. Das Ökosystem des Atlantischen Regenwaldes zählt zu den 10 wichtigsten biologischen Hotspots der Erde. Zur heimischen Flora zählen viele große Bäume, darunter Brasil- und Eisenholzbäume, Bahia-Jacarandas und Zedern. Hinzu kommt eine Vielzahl Orchideen, Bromelien und seltener Baumfarne. Dicht ineinander verschlungene Lianen (Cipós), die in einigen Waldstücken eine regelrechte Wand bilden, verleihen dem 1984 gegründeten Nationalpark Serra do Cipó seinen Namen. Das tropische Höhenklima, frische Sommer und eine gut definierte Trockenperiode haben neben dem Regenwald zwei hochinteressante und sehr empfindliche Ökosysteme entstehen lassen, den „Cerrado“ (Savanne) und den „Campo Rupestres“ (Höhengebiete). An der Küste treffen wir auf die „Restinga“, die den Übergang zwischen Regenwald und Caatinga (Halbwüste) bildet und durch arme, sandige Böden mit hohem Salzgehalt ausgezeichnet ist.
Seltene Pflanzen, darunter einige Endemiten, können auf unseren Erkundungstouren entdeckt werden: Cattleyas, Laelia kautskyi, Oncidium crispum, Miltonias, Pleurotalis, Vrisea imperialis, Achmeas, Bilbergias, Nidulariums, Maxilaria picta, Gomesa picta, Oncidium marshallianum, Stenorrhynchos lanceolatus, Epidendrums, Laelia cinnabarina, Sophronitis coccinea, Cyrtopodium gigas, Brassavola tuberculata, Bifrenaria harrisoniae, Tibouchinas, Cassias, Tabebuias, Cariniana legalis, Cecropias, viele Philodendron-Arten und Begonien.
Abgerundet wird das Programm durch die Besuche einiger historisch interessanter Städte der Region: das von europäischen Einwanderern gegründeten Petrópolis, die barocke Altstadt von Ouro Preto (Weltkulturerbe) und natürlich Rio de Janeiro.

Preis pro Person
Doppelzimmer3.050,00 €
Einzelzimmer3.290,00 €

Programm als PDF herunterladen

Termine
Sa., 18. Okt. 2008-So., 02. Nov. 2008
Sa., 24. Jan. 2009-So., 08. Feb. 2009
Sa., 21. Mrz. 2009-So., 05. Apr. 2009
Bei DR. KOCH im Reisepreis inbegriffene Leistungen
Teilnehmerzahl
4 - 12 Personen
Reiseleitung
Rainer Dungs
Schwierigkeitsgrad
Leichte Tour, langsame Beobachtungstouren
Hinweise
- Reisepass wird benötigt - Wir empfehlen eine Reiserücktrittsversicherung.

Unser Rail&Fly Angebot:
In Kooperation mit der Deutschen Bahn AG bieten wir Ihnen für nur 68,00 € pro Person
ein Bahn-Ticket (Hin- und Rückfahrt, 2. Klasse, ICE-Zuschlag inklusive) zu Ihrem Abflughafen.

Änderungen
Änderungen können jederzeit auftreten. Die Änderungen des Reiseverlaufs behalten wir uns ausdrücklich vor, da zwischen Planung und Durchführung der Reise oft längere Zeiträume liegen.


1. Tag

Anreise, Petrópolis

Flug von Frankfurt nach Rio de Janeiro. Weiterfahrt nach Petrópolis. 1825 von deutschen und tiroler Einwanderern gegründet diente die Stadt zwei brasilianischen Kaisern als Sommerresidenz. Der Mitte des 19. Jh.s für Pedro II. erbaute Palast beherbergt heute das Museu Imperial. Mobiliar, prächtige Staatsgewänder, Zepter und Krone des letzten brasilianischen Kaisers können bewundert und wichtige Episoden der brasilianischen Geschichte nachvollzogen werden. Nach dem Museumsbesuch schlendern wir durch die Stadt. 1 Ü in einer Pousada in Petrópolis.

2. Tag

Fahrt nach Ouro Preto (F)

Am frühen Morgen brechen wir nach Ouro Preto auf. Auf der Fahrt sehen und erleben wir das wahre Brasilien, die Landschaft, die Menschen, die Früchte, die tropischen Gerüche und vieles mehr. Nach dem Einchecken am frühen Nachmittag erkunden wir die barocke Altstadt Ouro Pretos, die seit 1980 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Wir erfahren mehr über die historische Vergangenheit der Stadt. Ihr Name, „schwarzes Gold“, gründet auf den ehemals riesigen Goldvorkommen der Region, die durch Eisenoxyd-Verunreinigung leicht schwarz gefärbt waren. Am Abend genießen wir die regionale Küche. 1 Ü in einer Pousada in Ouro Preto.

3. Tag

Ouro Preto, Fahrt zum Nationalpark Serra do Cipó (F)

Am Morgen Spaziergang durch Ouro Preto mit Besichtigung historischer Kirchen und Bauten, die zum Fotografieren einladen. Am frühen Nachmittag führt uns unsere Reise weiter in Richtung Norden bis wir gegen Abend den Nationalpark Serra do Cipó im südlichen Teil der Serra do Espinhaço erreichen. Der 1984 gegründete Nationalpark erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 33.800 Hektar auf mehreren Höhenlagen zwischen 800 und 1.600 Metern. Ein tropisches Höhenklima, frische Sommer und eine gut definierte Trockenperiode, eine mittlere Jahrestemperatur von 22 C° und eine jährliche Niederschlagsmenge von durchschnittlich 1.622 mm ließen zwei hochinteressante, sehr empfindliche Ökosysteme entstehen, den „Cerrado“ (Savanne) und den „Campo Rupestre“ (Höhengebiete). 4 Ü in einer Pousada in Serra do Cipó.

4. Tag

Nationalpark Serra do Cipó (F/LP)

Am frühen Morgen erste Exkursion im Nationalpark. Vier bis fünf Stunden geht es mit nur leichten Steigungen durch die wunderschöne Landschaft, die von der Savanne, vielen Flüssen und Wasserfällen geprägt ist. Zuflüsse strömen über große Höhenunterschiede in Kaskaden und Wasserfällen in einen Hauptfluss zusammen, den Rio Cipó, der den Nationalpark durchquert. Der “Cachoeira da Farofa” stürzt über sieben Stufen 270 Meter in die Tiefe hinab. Natürliche Pools, die der kraftvolle Wasserfall geformt hat, laden uns zum Baden ein. Wir lassen die Eindrücke der atemberaubenden Landschaft auf uns wirken. Nach einem anstrengenden aber schönen Tag kehren wir in die Pousada zurück.

5. Tag

Nationalpark Serra do Cipó (F/LP)

Am frühen Morgen circa dreistündige Wanderung in das höher gelegene Gebiet des Nationalparks. Die Pflanzenwelt ist hier hochgradig endemisch. Bis zu 4 Meter hohe Velosien bieten eine botanische Seltenheit. Wir entdecken zahlreiche Bromelien, Orchideen, Kakteen und in den „Matas de Galerias“ (Galerie Wäldern) seltene, mit Epyphyten bewachsene Bäume. Häufig sind “Quaresmeiras” (Tibouchina granulosa), “Copaíbas“ (Copaifera officinalis, Lin.), “Sempre-Vivas” (Helichrysum bracteatum, Andr.) und Kakteen anzutreffen. Auch die noch wenig erforschte Tierwelt des Gebiets überrascht mit vielen endemischen Arten insbesondere bei den Insekten und Amphibien. Hier leben gefährdete Arten wie: “Lobo-Guará” (Brasilianische Wolf), “Cachorro-do-mato-vinagre” (Wildhund), “Tamanduá-Bandeira” (Ameisenfresser), “Veado-Campeiro” (Pampashirsch), “Onça Parda” (Puma), “Gato-maracajá” (Langschwanzkatze) und, selten aber noch vorhanden, Kaimane.
Mittagsrast am Flussufer mit genügend Zeit zum Baden und Entspannen. Die Besichtigung prähistorischer Felsmalereien und einer archäologischen Fundstätte runden den Tag ab.

6. Tag

Nationalpark Serra do Cipó (F/LP)

Heute erkunden wir auf einer circa vierstündigen Wanderung ohne große Steigungen den westlichen Teil des Nationalparks. Der “Campo Rupestre”, häufig als ökologisches Rückzugsgebiet (Refugium) klassifiziert, befindet sich auf circa 1.000 m Höhe. Die Vegetation besteht fast ausschließlich aus endemischen Pflanzenarten, die sich in Felsspalten und Sandböden entwickeln. Die Pflanzen sind klein - Blätter, Zwiebeln, Stängel und Wurzeln haben sich an die Umgebung angepasst und verschiedene Mechanismen zum Schutz vor Austrocknung und vor den starken Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht entwickelt. Unter den meist farbenfrohen Pflanzen finden sich Orchideen, z. B. Cattleya elongata, viele Bäume in Bonsai-Form, z. B. Clusia spec., etliche Melastomataceen (Cambessedesia, Lavoisieria, Microlicia) sowie Kakteen und Begonien. Unser Picknick nehmen wir an einem wunderschönen Wasserfall ein. Am Abend Rückkehr nach Sierra do Cipó.

7. Tag

Fahrt in das Orgelgebirge (F/A)

Am frühen Morgen brechen wir nach Nova Friburgo auf. Die Fahrt Richtung Süden führt uns durch verschiedenste Landschaftsformen. Am frühen Nachmittag erreichen wir die Eco-Lodge Itororó im Orgelgebirge. Nach dem Bezug der Zimmer und einer Erfrischung erster kurzer Ausflug in den Atlantischen Regenwald. Mit einem typisch brasilianischen Abendessen schließen wir den Tag ab.
6 Ü in der Eco Lodge Itororó.

8. Tag

Atlantischer Regenwald (F/M/A)

Nach einem gemütlichen Frühstück Exkursion durch den Regenwald. Wir erfahren Wald und Wasser, fotografieren und bewundern Fauna und Flora. Am frühen Nachmittag kehren wir zurück. Nach einem wunderbaren Mittagessen können wir im natürlichen Swimmingpool der Lodge baden, die Eindrücke der letzten Tage wirken lassen oder den „hauseigenen“ Bromelien- und Orchideengarten erkunden. Nach dem Abendessen kann, wer möchte, auf einem Waldspaziergang die tropische Natur mit ihren nächtlichen Geräuschen und Gerüchen entdecken.

9. Tag

Atlantischer Regenwald (F/M/A)

Nach dem Frühstück geht es wieder in den Atlantischen Regenwald (ca. 3 Stunden). Das Ökosystem des Regenwaldes zählt zu den 10 wichtigsten biologischen Hotspots der Erde. Im 16. Jh. bedeckte er eine Fläche von 1,5 Millionen qm². Heute sind nur noch ca. 10% dieses seltenen Bioms erhalten. Der Regenwald ist durch Savanne und Caatinga (Halbwüste) vom Amazonas-Gebiet getrennt und 20 Millionen Jahre älter. Durch die ökologisch-geographische Trennung kommen nur wenige Pflanzen- und Tierarten in beiden Gebieten vor. Der Atlantische Regenwald wird von schätzungsweise 130 Säugetierarten, 180 Amphibienarten und über 800 Vogelarten bevölkert. Darunter viele einzigartige und vom Aussterben bedrohte Arten. Zur heimischen Flora zählen viele große Bäume, darunter Brasil- und Eisenholzbäume, Bahia-Jacarandas und Zedern, eine Vielzahl Orchideen, Bromelien und seltener Baumfarne. Wir wandern durch Wald und Hochebene, fotografieren und bewundern Fauna und Flora. Zurück auf der Eco-Lodge genießen wir ein wunderbares Mittagessen und nehmen uns den Rest des Tages zur freien Gestaltung.

10. Tag

Botanisieren im Orgelgebirge (F/LP/A)

Per Kleinbus oder Jeep fahren wir an die Südseite des Orgelgebirges (ca. 40 Minuten). Auf einer stetig leicht bergab führenden Wanderung erfahren wir die klimatischen und geografischen Veränderungen der Region. In berauschender Vielfalt, das Element des Wassers: als Quelle, Bach und Wasserfall, in kleinen und größeren Flüssen; gebettet und eingerahmt von Bergen, Hügeln, Felswänden und weiten Ebenen. Die Pflanzenwelt wird durch zahlreiche Orchideenarten, üppige Baumfarne und vielfältige Palmen geprägt. Bromelien, Kakteen, Fuchsien, Helikonien, etliche Moose, viele andere exotische Pflanzen und bedrohte Tierarten sind hier zuhause. Mit etwas Glück entdecken wir die Ariranha, eine seltene Otterart, oder den kleinen Ozelot. Unser Lunchpaket nehmen wir mitten im Regenwald ein. Am späten Nachmittag Rückkehr in die Eco-Lodge Itororó.

11. Tag

Rio de Janeiro (F)

Am frühen Morgen brechen wir nach Rio de Janeiro auf (ca. 2 Stunden). Zunächst geht aus auf den Corcovado. Am Fuße der 38 Meter hohen Christus-Statue, Wahrzeichen der Stadt und eines der 7 neuen Weltwunder, finden wir sogar Vrisea imperialias. Von hier oben zeigt sich Rio de Janeiro in seiner ganzen Pracht. Wir besichtigen den Botanischen Garten - einer der schönsten und größten Südamerikas - und verbringen den Nachmittag an den berühmten Stränden Copacabana und Ipanema. Abends Rückkehr zur Eco-Lodge.

12. Tag

Wanderung auf den Poussolet (F/LP/A)

Nach einem reichhaltigen Frühstück mit vielen tropischen Früchten und frisch gepressten Säften wandern wir auf den Poussolet (1440 m), der in der Nähe der Lodge liegt (ca. 4 Stunden hin und zurück). Die wunderschöne Bergkulisse des Naturschutzparks Tres Picos ist unser ständiger Begleiter. Mit etwas Glück entdecken wir die Erdorchidee Stenorrhynchos lanceolatus in Blüte. Am frühen Nachmittag Rückkehr in die Eco-Lodge. Wir können am Naturschwimmbad entspannen, im Orchideengarten spazieren, in der Hängematte liegen ... Nach dem Abendessen lassen wir die Eindrücke des Tages am Lagerfeuer wirken.

13. Tag

Fahrt an die Küste, Búzios (F)

Nach dem Frühstück fahren wir eine malerische, kleine Landstraße das Orgelgebirge hinunter Richtung Küste. Auf dem Weg haben wir Gelegenheit zum Botanisieren und Fotografieren. Am frühen Nachmittag erreichen wir das kleine, charmante Küstenstädtchen Búzios. Das ehemalige Fischerdorf wurde in den 70er Jahren als Geheimtipp entdeckt und entwickelte sich zu einem Urlaubsort mit viel südamerikanischem Flair.
Am Nachmittag sammeln wir die ersten Eindrücke in der „Restinga“. Das einzigartige Ökosystem bildet den Übergang zwischen Atlantischem Regenwald und Caatinga (Halbwüste) und ist durch arme, sandige Böden mit hohem Salzgehalt, der durch Springfluten oder Sprühstaub verursacht wird, geprägt. Im Unterschied zur Mangrove fehlt der Einfluss von Süßwasser aus fließenden Gewässern. Mechanische Einflüsse wie Gezeitenströmung und äolische Windverlagerung verhindern eine Bodenentwicklung und führen zu Wanderdünenbildung. Hier finden wir Tilandsia usneoides, Cattleya guttata, viele Bromelien- und Kakteenarten. Abends kann in sehr guten Restaurants brasilianische und internationale Küche gekostet werden.
2 Ü in einer Pousada in Búzios.

14. Tag

Botanisieren in der „Restinga“ und Erholungstag (F)

Nach einem weiteren Ausflug in die „Restinga“, um zu Botanisieren und zu Fotografieren, steht der Rest des Tages zur freien Verfügung. Wir können mehrere Strände erkunden oder durch die Stadt bummeln.

15. Tag

Fahrt nach Rio, Abflug (F)

Bis zum frühen Nachmittag haben wir Zeit, letzte Einkäufe zu tätigen oder einen letzten Sprung ins Wasser zu wagen. Am Nachmittag Rückfahrt nach Rio de Janeiro (ca. 2,5 Stunden). Hier nehmen wir am frühen Abend Abschied von unserem Exkursionsleiter. Rückflug.

16. Tag

Ankunft in Frankfurt.