Archäologische Reisen
Anatolien zwischen Euphrat und Tigris
Von Göbekli Tepe durch den Tur Abdin zum Berg Nemrut

Göbekli Tepe im Südosten Anatoliens - eine archäologische Jahrtausend-Sensation!
Nur ein Bruchteil dieser ersten von Menschenhand erbauten monumentalen Kultstätte
ist bisher freigelegt. Über 10.000 Jahre lagen hier die ältesten Skulpturen der Menschheit
in der Erde verborgen, rätselhafte Figuren, Megalithpfeiler mit Tierreliefs und uralten
Symbolen. Im Fruchtbaren Halbmond nahe der Stadt Urfa entstanden im frühen Neolithikum
feste Siedlungen, hier wurde der Mensch sesshaft, entwickelte Ackerbau und Viehzucht:
die Wiege der Zivilisation. In geschichtlicher Zeit haben viele Völker und Kulturen in
der Region ihre Spuren hinterlassen. Biblischer Boden in Urfa, der Stadt Abrahams. Durch
das nördliche Zweistromland führt die Reise in das schon im 1. Jh. missionierte christliche
Siedlungsgebiet des Tur Abdin. Ein besonderes Erlebnis erwartet uns am Nemrut, dem Berg der
Götter, mit gigantischen Kolossalstatuen des kommagenischen Herrschers Antiochus.
Preis pro Person| Art | Preis |
|---|
| Doppelzimmer | 1.680,00 € |
| Einzelzimmer | 1.860,00 € |
Privat-Tour| Personenanzahl | Preis |
|---|
| 1-7 Personen
|
ab 1.780,00 € |
Programm als PDF herunterladen
Termine
| Sa., 20. Sep. 2008 | - | Sa., 04. Okt. 2008 |
| Sa., 04. Okt. 2008 | - | Sa., 18. Okt. 2008 |
| Sa., 04. Apr. 2009 | - | Sa., 18. Apr. 2009 |
| Sa., 18. Apr. 2009 | - | Sa., 02. Mai. 2009 |
| Sa., 02. Mai. 2009 | - | Sa., 16. Mai. 2009 |
| Sa., 16. Mai. 2009 | - | Sa., 30. Mai. 2009 |
| Sa., 30. Mai. 2009 | - | Sa., 13. Jun. 2009 |
Bei DR. KOCH im Reisepreis inbegriffene Leistungen
- Flüge ab Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hannover, Hamburg, Köln/Bonn, München, Nürnberg, Stuttgart sind im Reisepreis inbegriffen. Abflüge ab Dresden und Leipzig mit einem Zubringer-Zug zum nächstgrößten Flughafen.
- Flughafen- und Sicherheitsgebühren, Kerosinzuschläge
- Transfers und sonstige Transporte
- Alle Fahrten mit dem Bus
- Unterkunft im DZ/EZ mit DU/WC
- Vollpension (mittags als Picknick)
- Reiseleitung
- Reisepreissicherungsschein
Teilnehmerzahl
8 – 18 Personen
Hinweise
- Bei eigener Anreise 250 € Ermäßigung.
- Eintrittsgelder sind nicht im Reisepreis inbegriffen.
- Wir empfehlen eine Reiserücktrittsversicherung.
Unser Rail&Fly Angebot:
In Kooperation mit der Deutschen Bahn AG bieten wir Ihnen für nur 68,00 € pro Person
ein Bahn-Ticket (Hin- und Rückfahrt, 2. Klasse, ICE-Zuschlag inklusive) zu Ihrem Abflughafen.
Wir empfehlen das Reisebuch "Türkei"online bestellen
Michael Müller Verlag, 912 Seiten, zahlreiche Detailkarten
(versandkostenfrei innerhalb Deutschlands)
Anreise
Abflüge ab Amsterdam, Athen, Basel, Brüssel, Genf, London, Madrid, Moskau, New York, Paris, Prag, Rom, Straßburg, Stockholm, Warschau sind mit einem Preisaufschlag möglich.
Änderungen
Änderungen können jederzeit auftreten.
Die Änderungen des Reiseverlaufs behalten wir uns ausdrücklich vor, da zwischen Planung und Durchführung der Reise oft längere Zeiträume liegen.
- 1. Tag
-
Anreise
Flug über Istanbul nach Gaziantep, Transfer zum Hotel. 2 Ü in Gaziantep.
- 2. Tag
-
Dülük, Gaziantep
Am Dülükbaba Tepe römische Felsgräber, Mithras-Kulthöhlen, Heiligtum des Jupiter
Dolichenus, syrische Kirchen. In Gaziantep Archäologisches Museum mit den fantastischen
Exponaten des hellenistisch-römischen Zeugma. Kurz vor der Überflutung von Zeugma durch
die gestauten Wasser des Euphrat konnten in spektakulärer Notgrabung die kostbarsten
Mosaikböden gerettet werden. Sehenswert die Sammlung späthethitischer Reliefblöcke.
Aufstieg auf die Stadtfestung. In den Schmiede-Werkstätten der Altstadt kunstvolle
Kupfer- und Messingarbeiten.
- 3. Tag
-
Birecik, Urfa
Besuch der Waldrappstation in Birecik am Euphrat. In Urfa, dem Edessa der Kreuzfahrer,
soll Abraham auf dem Weg von Ur in Chaldäa ins Gelobte Land sein Lager aufgeschlagen haben.
Heute leben in Urfa arabische, kurdische und türkische Muslime, griechisch-orthodoxe,
armenische und römisch-katholische Christen sowie eine jüdische Gemeinde. Wir verweilen
am Abrahamsteich mit seinen Heiligen Karpfen, besichtigen die Halil Rahman- und die Alte
Moschee, besuchen die muslimische Wallfahrtsstätte der Abraham-Einsiedelei mit dem Grab
Hiobs und die „Geburtsgrotte“ Abrahams mit heilkräftiger Quelle. Aufstieg auf die Zitadelle.
3 Ü in Urfa.
- 4. Tag
-
Göbekli Tepe, Urfa Museum
Fahrt zur Kultstätte Göbekli Tepe, die zur Zeit ausgegraben wird. Beeindruckend ist die
Lage auf einem Hügel am Rande der mesopotamischen Ebene. Wegen Einsturzgefahren im Gelände
ist die Ausgrabungsstätte meist geschlossen.Wir machen jedoch einen etwa einstündigen
Rundgang um diese mystische Stätte, besichtigen antike Steinbrüche, eine Zisterne und
einen nicht vollendeten T-Pfeiler. Die mit Tierreliefs verzierten Pfeiler innerhalb der
Ausgrabungsstätte kann man eventuell erkennen. Im Archäologischen Museum von Urfa befindet
sich die bisher älteste, überlebensgroße Kultfigur, die von Menschenhand angefertigt wurde,
und mehrere monumentale Tierplastiken aus Göbekli Tepe.
- 5. Tag
-
Harran
In spätbabylonischer Zeit war Harran, seit 5000 Jahren bewohnt, Reise- und Handelsstation
zwischen Mesopotamien und Anatolien; berühmt der Tempel des Mondgottes Sin. Von hier aus
machte sich Abraham mit Sarah nach Kanaan auf. Heute ist Harran ein abgelegenes Trulli-Dorf,
von seiner einstigen Größe zeugen nur noch Ruinen, darunter die der ältesten Universität des
Morgen- und Abendlandes. Zurück nach Urfa. Nachmittags Bummel durch den Altstadt-Bazar.
- 6. Tag
-
Mardin
Fahrt durch Steppe und Halbwüste auf das Hochplateau des Tur Abdin, „Berg der Knechte Gottes“.
Außer Kurdisch, Arabisch und Türkisch wird hier noch Aramäisch, die Sprache Jesu, gesprochen.
Malerisch liegt die uralte Stadt Mardin mit ihren kunstvoll verzierten Kalksteinhäusern, Kirchen,
Moscheen und Medresen am Berghang unter der Festung. In Mardin wohnen Arabisch sprechende
aramäische Christen und Muslime, Glockenläuten mischt sich mit dem Ruf des Muezzins. Besuch von
St. Michael, eine der ältesten Kirchen des Tur Abdin, der Bischofskirche, der Alten Moschee und
des Basars. 2 Ü in Mardin.
- 7. Tag
-
Mardin, Deir Az-Zafaran
Das Museum in einem alten Stadtpalast ist einen Besuch wert. Besuch der Medresen aus dem 12. - 15. Jh.,
beeindruckend die Zinciriye mit ihren gestreiften Kuppeln. Fahrt zum syrisch-jakobitischen Kloster und
alten Patriarchatssitz Deir Az-Zafaran, ein im 4. Jh. umgebauter Tempel des Mondgottes Sin mit schönen
Arkaden, Innenhöfen und Kirchen; Mosaike aus dem 4. Jh. Das Kloster besitzt eine der ersten Bibeln.
Höhlen in der Felswand hinter dem Kloster boten den Wanderpredigern des 2. Jh.s Schutz, die die
christliche Botschaft in der Region verbreiteten.
- 8. Tag
-
Dara, Nusaybin
Fahrt nach Süden in Richtung syrische Grenze. Abstecher zur Ruinenstätte des oströmisch-byzantinischen
Dara Anastasioupolis in der Nähe des Dorfs Oğuz, von Kaiser Justinian einst als Festung gegen die Perser
ausgebaut. In Nusaybin, dem zwischen Römern und Parthern schwer umkämpften Nisibis, besichtigen wir die
syrisch-orthodoxe Jakobuskirche (4. Jh.), die Zeynel Abidin-Moschee und alte Türben. 1 Ü in Nusaybin.
- 9. Tag
-
Mar Gabriel, Midyat
Das Doppelkloster Deir Mar Gabriel (4./5. Jh.) mit seinen Kirchen und Grabbauten ist heute das
wichtigste Kloster des Tur Abdin. Im Zuge von Verfolgungen wurde es öfter zerstört und wieder
aufgebaut. Über 80 Klöster gab es im Mittelalter im Tur Abdin - mit den Raubzügen der Kreuzfahrer
begann für die monophysitischen Christen die Zeit der Verfolgung. Weiter nach Midyat. Rundgang
durch das nur noch von wenigen aramäischen Christen bewohnte Städtchen mit schöner mittelalterlicher
Architektur, zahlreichen Kirchen und Moscheen, Sitz eines Metropoliten. Midyat ist bekannt für seine
Silberschmiede. 2 Ü in Midyat.
- 10. Tag
-
Hah, Tur Abdin
Hah, seit fast 3000 Jahren bewohnt, war Königs- und Bischofsstadt; heute ist es ein Dorf. Berühmt
ist das Mutter Gottes-Kloster (5. Jh.), Sinnbild der aramäischen Orthodoxie und Architektur,
Wahrzeichen des Tur Abdin. Die mündliche Tradition datiert die Fundamente der Marienkirche in das
1. Jht.; die Aramäer sehen sie als die älteste Kirche der Christenheit an, von den aus Bethlehem
zurückkehrenden Drei Königen erbaut. Auf dem Rückweg Klosterkirche Mar Yakub in Salah mit figürlichen
und ornamentalen Reliefs am Eingangsportal.
- 11. Tag
-
Hasankeyf, Silvan
Fahrt zur alten Festungsstadt Hasankeyf, malerisch an einer Engstelle des Tigris von den Römern
angelegt, leider von der Überflutung durch einen Stausee bedroht. Aufstieg auf die Zitadelle mit
Ruinen des ortokidischen Palastes (12. Jh.).
In Silvan, im 5. Jh. als Martyropolis gegründet, sehenswert die Hauptmoschee, der Löwenturm und
die den Batman-Fluss überspannende Malabadi-Brücke, eine architektonische und statische Meisterleistung
aus dem 12. Jh. 2 Ü in Diyarbakır.
- 12. Tag
-
Diyarbakır
Diyarbakır, das römische Amida, ist auf einem dunklen Basaltplateau über dem Tigris erbaut. Eine
zehnbogige alte Brücke überspannt den Fluss. Stadtrundgang entlang der 5,5 km langen, im 4. Jh.
aus gewaltigen schwarzen Basaltblöcken errichteten Mauer um die Altstadt mit Zitadelle, Bastionen,
72 Wehrtürmen und reliefgeschmückten Stadttoren. Besichtigung der Großen Moschee, einer im 7. Jh.
umgebauten Pfeilerbasilika, und der Karawanserei Hasan Pascha.
- 13. Tag
-
Arsameia, Nemrut
Mit der Fähre über den Atatürk-Stausee. Von Kahta zum Karakuş Tepe, Grabtumulus der Mutter des
kommagenischen Königs Mithridates; bemerkenswert die Adler-Säule. Weiter über die von Septimius
Severus über den Cendere gebaute Chabinas-Brücke, Halt an der mamelukischen Festung Yeni Kale.
In der kommagenischen Residenz von Arsameia am Nymphenfluss Tunnel, Felsen-Inschrift und das
bekannte Felsrelief von König Antiochos I. und Herakles. 1 Ü in einfacher Unterkunft unterhalb
des Berggipfels.
- 14. Tag
-
Nemrut-Gipfel, Kommagene
Früh am Morgen Aufstieg zur 2150 m hohen Bergkuppe, um den Sonnenaufgang auf dem „Thron der
Götter und Herrscher“ mit seinen berühmten Kolossalstatuen zu erleben. Im 1. Jh. v.Chr. ließ
Antiochos I das Monumentaldenkmal über seiner letzten Ruhestatt bauen. Gigantisch die Reliefstelen
der Götter des griechischen und persischen Pantheons und des vergöttlichten Herrschers auf den
Kultterrassen: Ahura Mazda/ Zeus, Mithras/ Apollon, Artagenes/ Herakles, Kommagene, die Schutzgöttin
des Reichs, außerdem ein in Stein gemeißeltes „Löwenhoroskop“. Am Nachmittag Rückfahrt nach Gaziantep,
1 Ü.
- 15. Tag
-
Rückreise
Flug von Gaziantep über Istanbul nach Frankfurt.
Kulturreisen
Anatolien zwischen Euphrat und Tigris
Von Göbekli Tepe durch den Tur Abdin zum Berg Nemrut

Göbekli Tepe im Südosten Anatoliens - eine archäologische Jahrtausend-Sensation!
Nur ein Bruchteil dieser ersten von Menschenhand erbauten monumentalen Kultstätte
ist bisher freigelegt. Über 10.000 Jahre lagen hier die ältesten Skulpturen der Menschheit
in der Erde verborgen, rätselhafte Figuren, Megalithpfeiler mit Tierreliefs und uralten
Symbolen. Im Fruchtbaren Halbmond nahe der Stadt Urfa entstanden im frühen Neolithikum
feste Siedlungen, hier wurde der Mensch sesshaft, entwickelte Ackerbau und Viehzucht:
die Wiege der Zivilisation. In geschichtlicher Zeit haben viele Völker und Kulturen in
der Region ihre Spuren hinterlassen. Biblischer Boden in Urfa, der Stadt Abrahams. Durch
das nördliche Zweistromland führt die Reise in das schon im 1. Jh. missionierte christliche
Siedlungsgebiet des Tur Abdin. Ein besonderes Erlebnis erwartet uns am Nemrut, dem Berg der
Götter, mit gigantischen Kolossalstatuen des kommagenischen Herrschers Antiochus.
Preis pro Person| Art | Preis |
|---|
| Doppelzimmer | 1.680,00 € |
| Einzelzimmer | 1.860,00 € |
Privat-Tour| Personenanzahl | Preis |
|---|
| 1-7 Personen
|
ab 1.780,00 € |
Programm als PDF herunterladen
Termine
| Sa., 20. Sep. 2008 | - | Sa., 04. Okt. 2008 |
| Sa., 04. Okt. 2008 | - | Sa., 18. Okt. 2008 |
| Sa., 04. Apr. 2009 | - | Sa., 18. Apr. 2009 |
| Sa., 18. Apr. 2009 | - | Sa., 02. Mai. 2009 |
| Sa., 02. Mai. 2009 | - | Sa., 16. Mai. 2009 |
| Sa., 16. Mai. 2009 | - | Sa., 30. Mai. 2009 |
| Sa., 30. Mai. 2009 | - | Sa., 13. Jun. 2009 |
Bei DR. KOCH im Reisepreis inbegriffene Leistungen
- Flüge ab Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hannover, Hamburg, Köln/Bonn, München, Nürnberg, Stuttgart sind im Reisepreis inbegriffen. Abflüge ab Dresden und Leipzig mit einem Zubringer-Zug zum nächstgrößten Flughafen.
- Flughafen- und Sicherheitsgebühren, Kerosinzuschläge
- Transfers und sonstige Transporte
- Alle Fahrten mit dem Bus
- Unterkunft im DZ/EZ mit DU/WC
- Vollpension (mittags als Picknick)
- Reiseleitung
- Reisepreissicherungsschein
Teilnehmerzahl
8 – 18 Personen
Hinweise
- Bei eigener Anreise 250 € Ermäßigung.
- Eintrittsgelder sind nicht im Reisepreis inbegriffen.
- Wir empfehlen eine Reiserücktrittsversicherung.
Unser Rail&Fly Angebot:
In Kooperation mit der Deutschen Bahn AG bieten wir Ihnen für nur 68,00 € pro Person
ein Bahn-Ticket (Hin- und Rückfahrt, 2. Klasse, ICE-Zuschlag inklusive) zu Ihrem Abflughafen.
Wir empfehlen das Reisebuch "Türkei"online bestellen
Michael Müller Verlag, 912 Seiten, zahlreiche Detailkarten
(versandkostenfrei innerhalb Deutschlands)
Anreise
Abflüge ab Amsterdam, Athen, Basel, Brüssel, Genf, London, Madrid, Moskau, New York, Paris, Prag, Rom, Straßburg, Stockholm, Warschau sind mit einem Preisaufschlag möglich.
Änderungen
Änderungen können jederzeit auftreten.
Die Änderungen des Reiseverlaufs behalten wir uns ausdrücklich vor, da zwischen Planung und Durchführung der Reise oft längere Zeiträume liegen.
- 1. Tag
-
Anreise
Flug über Istanbul nach Gaziantep, Transfer zum Hotel. 2 Ü in Gaziantep.
- 2. Tag
-
Dülük, Gaziantep
Am Dülükbaba Tepe römische Felsgräber, Mithras-Kulthöhlen, Heiligtum des Jupiter
Dolichenus, syrische Kirchen. In Gaziantep Archäologisches Museum mit den fantastischen
Exponaten des hellenistisch-römischen Zeugma. Kurz vor der Überflutung von Zeugma durch
die gestauten Wasser des Euphrat konnten in spektakulärer Notgrabung die kostbarsten
Mosaikböden gerettet werden. Sehenswert die Sammlung späthethitischer Reliefblöcke.
Aufstieg auf die Stadtfestung. In den Schmiede-Werkstätten der Altstadt kunstvolle
Kupfer- und Messingarbeiten.
- 3. Tag
-
Birecik, Urfa
Besuch der Waldrappstation in Birecik am Euphrat. In Urfa, dem Edessa der Kreuzfahrer,
soll Abraham auf dem Weg von Ur in Chaldäa ins Gelobte Land sein Lager aufgeschlagen haben.
Heute leben in Urfa arabische, kurdische und türkische Muslime, griechisch-orthodoxe,
armenische und römisch-katholische Christen sowie eine jüdische Gemeinde. Wir verweilen
am Abrahamsteich mit seinen Heiligen Karpfen, besichtigen die Halil Rahman- und die Alte
Moschee, besuchen die muslimische Wallfahrtsstätte der Abraham-Einsiedelei mit dem Grab
Hiobs und die „Geburtsgrotte“ Abrahams mit heilkräftiger Quelle. Aufstieg auf die Zitadelle.
3 Ü in Urfa.
- 4. Tag
-
Göbekli Tepe, Urfa Museum
Fahrt zur Kultstätte Göbekli Tepe, die zur Zeit ausgegraben wird. Beeindruckend ist die
Lage auf einem Hügel am Rande der mesopotamischen Ebene. Wegen Einsturzgefahren im Gelände
ist die Ausgrabungsstätte meist geschlossen.Wir machen jedoch einen etwa einstündigen
Rundgang um diese mystische Stätte, besichtigen antike Steinbrüche, eine Zisterne und
einen nicht vollendeten T-Pfeiler. Die mit Tierreliefs verzierten Pfeiler innerhalb der
Ausgrabungsstätte kann man eventuell erkennen. Im Archäologischen Museum von Urfa befindet
sich die bisher älteste, überlebensgroße Kultfigur, die von Menschenhand angefertigt wurde,
und mehrere monumentale Tierplastiken aus Göbekli Tepe.
- 5. Tag
-
Harran
In spätbabylonischer Zeit war Harran, seit 5000 Jahren bewohnt, Reise- und Handelsstation
zwischen Mesopotamien und Anatolien; berühmt der Tempel des Mondgottes Sin. Von hier aus
machte sich Abraham mit Sarah nach Kanaan auf. Heute ist Harran ein abgelegenes Trulli-Dorf,
von seiner einstigen Größe zeugen nur noch Ruinen, darunter die der ältesten Universität des
Morgen- und Abendlandes. Zurück nach Urfa. Nachmittags Bummel durch den Altstadt-Bazar.
- 6. Tag
-
Mardin
Fahrt durch Steppe und Halbwüste auf das Hochplateau des Tur Abdin, „Berg der Knechte Gottes“.
Außer Kurdisch, Arabisch und Türkisch wird hier noch Aramäisch, die Sprache Jesu, gesprochen.
Malerisch liegt die uralte Stadt Mardin mit ihren kunstvoll verzierten Kalksteinhäusern, Kirchen,
Moscheen und Medresen am Berghang unter der Festung. In Mardin wohnen Arabisch sprechende
aramäische Christen und Muslime, Glockenläuten mischt sich mit dem Ruf des Muezzins. Besuch von
St. Michael, eine der ältesten Kirchen des Tur Abdin, der Bischofskirche, der Alten Moschee und
des Basars. 2 Ü in Mardin.
- 7. Tag
-
Mardin, Deir Az-Zafaran
Das Museum in einem alten Stadtpalast ist einen Besuch wert. Besuch der Medresen aus dem 12. - 15. Jh.,
beeindruckend die Zinciriye mit ihren gestreiften Kuppeln. Fahrt zum syrisch-jakobitischen Kloster und
alten Patriarchatssitz Deir Az-Zafaran, ein im 4. Jh. umgebauter Tempel des Mondgottes Sin mit schönen
Arkaden, Innenhöfen und Kirchen; Mosaike aus dem 4. Jh. Das Kloster besitzt eine der ersten Bibeln.
Höhlen in der Felswand hinter dem Kloster boten den Wanderpredigern des 2. Jh.s Schutz, die die
christliche Botschaft in der Region verbreiteten.
- 8. Tag
-
Dara, Nusaybin
Fahrt nach Süden in Richtung syrische Grenze. Abstecher zur Ruinenstätte des oströmisch-byzantinischen
Dara Anastasioupolis in der Nähe des Dorfs Oğuz, von Kaiser Justinian einst als Festung gegen die Perser
ausgebaut. In Nusaybin, dem zwischen Römern und Parthern schwer umkämpften Nisibis, besichtigen wir die
syrisch-orthodoxe Jakobuskirche (4. Jh.), die Zeynel Abidin-Moschee und alte Türben. 1 Ü in Nusaybin.
- 9. Tag
-
Mar Gabriel, Midyat
Das Doppelkloster Deir Mar Gabriel (4./5. Jh.) mit seinen Kirchen und Grabbauten ist heute das
wichtigste Kloster des Tur Abdin. Im Zuge von Verfolgungen wurde es öfter zerstört und wieder
aufgebaut. Über 80 Klöster gab es im Mittelalter im Tur Abdin - mit den Raubzügen der Kreuzfahrer
begann für die monophysitischen Christen die Zeit der Verfolgung. Weiter nach Midyat. Rundgang
durch das nur noch von wenigen aramäischen Christen bewohnte Städtchen mit schöner mittelalterlicher
Architektur, zahlreichen Kirchen und Moscheen, Sitz eines Metropoliten. Midyat ist bekannt für seine
Silberschmiede. 2 Ü in Midyat.
- 10. Tag
-
Hah, Tur Abdin
Hah, seit fast 3000 Jahren bewohnt, war Königs- und Bischofsstadt; heute ist es ein Dorf. Berühmt
ist das Mutter Gottes-Kloster (5. Jh.), Sinnbild der aramäischen Orthodoxie und Architektur,
Wahrzeichen des Tur Abdin. Die mündliche Tradition datiert die Fundamente der Marienkirche in das
1. Jht.; die Aramäer sehen sie als die älteste Kirche der Christenheit an, von den aus Bethlehem
zurückkehrenden Drei Königen erbaut. Auf dem Rückweg Klosterkirche Mar Yakub in Salah mit figürlichen
und ornamentalen Reliefs am Eingangsportal.
- 11. Tag
-
Hasankeyf, Silvan
Fahrt zur alten Festungsstadt Hasankeyf, malerisch an einer Engstelle des Tigris von den Römern
angelegt, leider von der Überflutung durch einen Stausee bedroht. Aufstieg auf die Zitadelle mit
Ruinen des ortokidischen Palastes (12. Jh.).
In Silvan, im 5. Jh. als Martyropolis gegründet, sehenswert die Hauptmoschee, der Löwenturm und
die den Batman-Fluss überspannende Malabadi-Brücke, eine architektonische und statische Meisterleistung
aus dem 12. Jh. 2 Ü in Diyarbakır.
- 12. Tag
-
Diyarbakır
Diyarbakır, das römische Amida, ist auf einem dunklen Basaltplateau über dem Tigris erbaut. Eine
zehnbogige alte Brücke überspannt den Fluss. Stadtrundgang entlang der 5,5 km langen, im 4. Jh.
aus gewaltigen schwarzen Basaltblöcken errichteten Mauer um die Altstadt mit Zitadelle, Bastionen,
72 Wehrtürmen und reliefgeschmückten Stadttoren. Besichtigung der Großen Moschee, einer im 7. Jh.
umgebauten Pfeilerbasilika, und der Karawanserei Hasan Pascha.
- 13. Tag
-
Arsameia, Nemrut
Mit der Fähre über den Atatürk-Stausee. Von Kahta zum Karakuş Tepe, Grabtumulus der Mutter des
kommagenischen Königs Mithridates; bemerkenswert die Adler-Säule. Weiter über die von Septimius
Severus über den Cendere gebaute Chabinas-Brücke, Halt an der mamelukischen Festung Yeni Kale.
In der kommagenischen Residenz von Arsameia am Nymphenfluss Tunnel, Felsen-Inschrift und das
bekannte Felsrelief von König Antiochos I. und Herakles. 1 Ü in einfacher Unterkunft unterhalb
des Berggipfels.
- 14. Tag
-
Nemrut-Gipfel, Kommagene
Früh am Morgen Aufstieg zur 2150 m hohen Bergkuppe, um den Sonnenaufgang auf dem „Thron der
Götter und Herrscher“ mit seinen berühmten Kolossalstatuen zu erleben. Im 1. Jh. v.Chr. ließ
Antiochos I das Monumentaldenkmal über seiner letzten Ruhestatt bauen. Gigantisch die Reliefstelen
der Götter des griechischen und persischen Pantheons und des vergöttlichten Herrschers auf den
Kultterrassen: Ahura Mazda/ Zeus, Mithras/ Apollon, Artagenes/ Herakles, Kommagene, die Schutzgöttin
des Reichs, außerdem ein in Stein gemeißeltes „Löwenhoroskop“. Am Nachmittag Rückfahrt nach Gaziantep,
1 Ü.
- 15. Tag
-
Rückreise
Flug von Gaziantep über Istanbul nach Frankfurt.