Eine Reise durch Zentralanatolien bedeutet die Begegnung mit den ältesten Kulturen der Welt.
Vom Neolithikum bis in die Gegenwart wurde die Besiedelungsfolge nie unterbrochen.
Çatal Hüyük war vor 8000 Jahren bewohnt; in Alaca Hüyük und Karum Kanesch, Fürstentümern der Bronzezeit,
hatten später Hattier und Assyrer das Sagen. Über Jahrhunderte beherrschten die Hethiter von ihrer
Hauptstadt Hattuşa aus Zentralanatolien; manche der mehr als 100 unterirdischen Städte Kappadokiens
sind wohl hethitische Anlagen. Phryger und Lyder hinterließen im Hochland um Gordion ihre Spuren;
ein Bild der Region in römischer Zeit vermitteln Aizanoi und die Antiken-Sammlungen in den Museen.
Schon früh breitete sich das Christentum in Anatolien aus; freskengeschmückte Felsenkirchen in der
Tuffsteinlandschaft Kappadokiens zeugen von byzantinischer Frömmigkeit. Mit ihren Moscheen, Medresen
und Karawansereien prägten Seldschuken und Osmanen das Bild der Städte.
- Bei eigener Anreise 250 € Ermäßigung.
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Änderungen können jederzeit auftreten.
Die Änderungen des Reiseverlaufs behalten wir uns ausdrücklich vor, da zwischen Planung und Durchführung der Reise oft längere Zeiträume liegen.
- 1. Tag
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Anreise
Flug nach Ankara, Transfer zum Hotel, 2 Ü.
- 2. Tag
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Ankara, Hethitermuseum, Altstadt
Seit Hethiterzeiten ist das Stadtgebiet der türkischen Hauptstadt besiedelt; phrygisch ist der Name
Ankyra. Besuch des Museums der Anatolischen Zivilisationen („Hethitermuseum“) mit seiner einzigartigen
Sammlung von Kunst aus der Frühgeschichte der Menschheit und von Zeugnissen der Hochkulturen der Urartäer,
Hethiter, Phrygier und Assyrer, der Griechen und Römer. Stadtrundfahrt, Halt am gigantischen Mausoleum des
Staatsgründers Atatürk; Spaziergang auf den Burghügel.
- 3. Tag
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Boğazkale/ Hattuşa, Yazılıkaya, Alaca Hüyük
Erkundung der weitläufigen Hethiterhauptstadt Hattuşa: unterirdische Festungsgänge (Poternen), Tempel- und
Zitadellenfundamente, Löwen-, Sphinx- und Königstor. Im Felsheiligtum Yazılıkaya Reliefs von Götter- und
Herrscher-Prozessionen in den Felswänden (UNESCO-Weltkulturerbe). Alaca Hüyük, Machtzentrum der vorhethitischen
Hattier, war seit der frühen Bronzezeit besiedelt; reliefgeschmücktes Sphinxtor aus der Hethiterzeit, hattische
Fürstengräber. Ü in Boğazkale.
- 4. Tag
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Amasya
Osmanische Erkerhäuser an den Ufern des Yeşilırmak, des „Grünen Flusses“, seldschukische und osmanische Medresen,
Moscheen und Bäder bestimmen das Stadtbild von Amasya. Zitadelle hoch über der Stadt auf steilem Felsen; in der
Felswand unterhalb der Burg haushohe Grabhäuser der pontischen Könige. Rundgang durch die schöne historische Altstadt,
im Museum eine filigrane hethitische Statuette, Mumienausstellung. Aufstieg auf den Burgfelsen. Gelegenheit zum Besuch
eines historischen Dampfbades. Ü in Amasya.
- 5. Tag
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Zile, Tokat, Sivas
Bei Zile schlug Caesar den pontischen König („Veni, vidi, vici.“). Seit der Bronzezeit besiedelt ist Tokat; über
362 Stufen Aufstieg zur Festungsanlage. In der Altstadt seldschukische Moscheen, Medresen, Brunnen und Bäder,
osmanische Stadthäuser, Karawansereien, „Blaue Koranschule“ mit Museum. In Sivas Meisterwerke aus seldschukischer
Zeit: Gök Medrese mit Stalaktitenportal, Ulu Camii, Bürüciye, Çifte Minare und Şifaiye Medrese, Hospital des 13. Jhs.,
in dem Krankheiten ganzheitlich u. a. mit Hypnose und Musiktherapie behandelt wurden. Ü in Sivas.
- 6. Tag
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Sultanhanı, Kültepe, Kayseri
Einer Festung gleicht die Karawanserei Sultanhanı. Am Kültepe Ausgrabungsstätte von Karum Kanesch: bronzezeitliche
Gründung, Zentrum assyrischer Handelskolonien, hethitische Doppelstadt. Spektakulärer Fund von Tausenden von Keilschrifttafeln.
Rundgang durch Kayseri: Zitadelle, seldschukischer Handelshof im Basarviertel, Große Moschee, Hunat Hatun Külliye mit Moschee,
Medrese und Mausoleum; Çifte Medrese, Bleidachmoschee, Döner Kümbet, Archäologisches Museum. 3 Ü im DR. KOCH Gästehaus
Kappadokien in Mustafapaşa.
- 7. Tag
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Uçhisar, Göreme, Çavuşin, Mönchstal
Vom Burgfelsen von Uçhisar aus Blick über vielfarbige Erosionstäler. Im berühmten Tal von Göreme (UNESCO-Weltkulturerbe)
freskenbemalte Felsenkirchen und -klöster. In Çavuşin steiler, verwitterter Wohnfelsen; Wanderung durch ein Tal mit
Felsenkirchen. Im Mönchstal hohe Pilzverwitterungskegel, „Feenkamine“, und Einsiedlerklausen in oft mehrgipfeligen hohen
Tuffkegeln. Halt im Devrent-Tal mit skurrilen Felsformationen.
- 8. Tag
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Mustafapaşa, Uzengi-Tal, Ibrahimpaşa, Ortahisar, Aktepe
Spaziergang durch Mustafapaşa, das alte Sinasos, das viel von seinem osmanisch-griechischen Flair behalten hat.
Von Ayvalı aus Wanderung durch das Uzengi-Tal mit fantastischen Erosionsformen; Wohnhöhlen in steilen Felswänden,
heiße Mineralquellen. In Ibrahimpaşa schöne traditionelle Steinhäuser. Ortahisar liegt malerisch am Fuß eines hohen
Burgfelsens. Der Aktepe gehört zu den schönsten Aussichtspunkten Kappadokiens.
- 9. Tag
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Derinkuyu, Eski Gümüş, Niğde, Ivriz
Abstieg in das unterirdische Labyrinth von Derinkuyu aus Gängen, Treppen, Schächten, Wohn-, Kult- und Vorratsräumen.
Bei Eski Gümüş aus dem Felsen gehauener Klosterkomplex, Kreuzkuppelkirche aus dem 11. Jh. Auf dem Burghügel von Niğde
seldschukische Alaeddin-Moschee; Archäologisches Museum mit Funden aus allen Epochen seit dem Neolithikum. Weiter nach
Ivriz, das hethitische Felsrelief an einer mächtigen Karstquelle zeigt den Herrscher vor dem Gott Tahunzas. Fahrt entlang
des Bolkar-Gebirges, Ü in Karaman.
- 10. Tag
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Karaman, Binbir Kilise, Çatal Hüyük
Stadtbesichtigung Karaman: imposante Zitadelle der Seldschuken- und Karamaniden-Emire auf hethitischen Grundmauern;
Imarat- und Yunus Emre Moschee. Hier soll der größte Dichter der türkischen Sprache, Yunus Emre, begraben sein.
Weiterfahrt zu den Höhen des Kara Dağ mit „binbir=1001“ byzantinischen Kirchen-, Kloster- und Grabruinen. Am Ringkratersee
Meketuzlası und am Hotamış-See vorbei zum 17 m hohen Grabungshügel von Çatal Hüyük, neolithische Siedlungsstätte aus dem
7. bis 6. Jhtd. 2 Ü in Konya.
- 11. Tag
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Konya
Konya, seit 4000 Jahren besiedelt, wurde im 13. Jh. Hauptstadt des Seldschukenreichs. Stadtrundgang: Pfeilerhallenmoschee
Alaeddin Keykubad, Karatay Medrese mit Fayencenkunst aus dem Palast des Sultans, Mevlana Kloster - Keimzelle des von dem
Mystiker Mevlana Celaleddin Rumi gegründeten Ordens der Tanzenden Derwische. Im Archäologischen Museum neolithische und
griechisch-römische Fundstücke; in der Ince Minare Medrese seldschukische Holz- und Steinreliefs. Streifzug durch das
Basarviertel; Gelegenheit zum Besuch eines historischen Hamam. Teilnahme an Derwisch-Zeremonie mit klassischer Sema-Musik
nach Absprache.
- 12. Tag
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Beyşehir, Eflatun Pınar, Akşehir
In Beyşehir Holzsäulenmoschee Eşrefoğlu, ein Meisterwerk seldschukischer Holzbaukunst mit schönem Stalaktitenportal.
Bootsausflug über den größten Süßwassersee der Türkei mit reicher Unterwasserwelt; Karpfenessen. Auf der Fassade des
hethitischen Quellheiligtums Eflatun Felsreliefs von Göttern und Mischwesen. In Akşehir Türbe des Nasreddin Hodscha,
des listigen, weisen Narren, Sufi-Mystikers und Moralisten; seldschukische Große und Kleine Moschee, Taş Medrese.
2 Ü in Afyon, Thermalhotel.
- 13. Tag
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Aslankaya, Midas Şehri, Aizanoi, Kütahya
Imposante Tuffsteinformationen im „Phrygischen Tal“. Aslankaya, der „Löwenfels“, war Kultstätte der phrygischen Göttin
Kybele; beim Dorf Ayazin phrygische Grabkammer Aslantaş, „Löwenstein“. Midas Şehri war im 6. Jh. v. Chr. phrygische
Hauptstadt: Reste der Akropolis, Kultnischen mit phrygischen Inschriften, „Midasgrab“, ein Kultort der Kybele („Mida“),
Nekropole.
Über Eskişehir zur Ausgrabungsstätte Aizanoi: römischer Zeustempel, Theater-Stadion, Markt-Rundbau, Brücken, 5000 Jahre
alte Siedlungsspuren. Kütahya, Stadt der Porzellan- und Keramikkunst, wird von einer mächtigen Zitadelle überragt.
Altstadt mit fayencenverzierten Brunnen, Kiosken, Palästen, Ulu Cami, im Museum Funde aus Aizanoi.
- 14. Tag
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Afyon, Gordion
Afyon, auf Deutsch „Opium“, ist ein Zentrum des Mohnanbaus für pharmazeutische Zwecke. Stimmungsvolle seldschukische
Altstadt: neunschiffige Ulu Cami, auf 40 Holzsäulen mit Stalaktitenkapitellen; Archäologisches Museum in alter Koranschule.
Auf steilen Treppen Aufstieg auf die Festungsruine Kara Hisar, hethitische Siedlungsspuren.
Rund 90 Tumuli liegen rund um Gordion, einst Hauptstadt des Phrygischen Reiches. Akropolis-Reste mit Tor, Midas-Tumulus;
im Museum eines der ältesten Steinmosaike der Geschichte. Ü in Ankara.
- 15. Tag
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Abreise
Transfer zum Flughafen Ankara, Rückflug nach Deutschland.