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Kulturreisen

Zwischen Nemrut, Ararat und Tur Abdin
Alte Kulturen im Zweistromland

Die Südosttürkei zwischen dem Golf von Iskenderun und der Hochgebirgslandschaft Ostanatoliens ist ein Gebiet von einzigartiger Schönheit. Unsere Reise führt uns über das bewaldete Amanus-Gebirge und durch die weiten Steppen Mesopotamiens am Euphrat entlang an das Ufer des tiefblauen Vansees und zum schneebedeckten Vulkankegel des biblischen Berges Ararat. Hier, im Gebiet des Fruchtbaren Halbmondes, entstanden in der Jungsteinzeit die ersten Dorfsiedlungen und in geschichtlicher Zeit die blühenden Kulturen der Assyrer, Hethiter und Urartäer, der Armenier, Römer und Byzantiner, der Araber, Seldschuken, Kurden und Osmanen. Alexander der Große zog auf etwa derselben Route, die wir befahren, mit seinem Heer nach Innerasien. Jahrhunderte später wurden die Anhänger Jesu im heutigen Antakya zum ersten Mal „Christen“ genannt. Im Zentrum des syrisch-orthodoxen Christentums, im alten christlichen Siedlungsgebiet des Tur Abdin, besuchen wir noch bewohnte Klöster.

Preis pro Person
Doppelzimmer1.680,00 €
Einzelzimmer1.860,00 €

Privat-Tour
1-7 Personen ab 1.780,00 €

Programm als PDF herunterladen

Termine
Fr., 29. Aug. 2008-Sa., 13. Sep. 2008
Fr., 26. Sep. 2008-Sa., 11. Okt. 2008
Fr., 05. Jun. 2009-Sa., 20. Jun. 2009
Fr., 28. Aug. 2009-Sa., 12. Sep. 2009
Fr., 25. Sep. 2009-Sa., 10. Okt. 2009
Bei DR. KOCH im Reisepreis inbegriffene Leistungen
Teilnehmerzahl
8 – 18 Personen
Hinweise
- Bei eigener Anreise 250 € Ermäßigung.
- Eintrittsgelder sind nicht im Reisepreis inbegriffen.
- Wir empfehlen eine Reiserücktrittsversicherung.

Unser Rail&Fly Angebot:
In Kooperation mit der Deutschen Bahn AG bieten wir Ihnen für nur 68,00 € pro Person
ein Bahn-Ticket (Hin- und Rückfahrt, 2. Klasse, ICE-Zuschlag inklusive) zu Ihrem Abflughafen.

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(versandkostenfrei innerhalb Deutschlands)

Anreise
Abflüge ab Amsterdam, Athen, Basel, Brüssel, Genf, London, Madrid, Moskau, New York, Paris, Prag, Rom, Straßburg, Stockholm, Warschau sind mit einem Preisaufschlag möglich.
Änderungen
Änderungen können jederzeit auftreten. Die Änderungen des Reiseverlaufs behalten wir uns ausdrücklich vor, da zwischen Planung und Durchführung der Reise oft längere Zeiträume liegen.


1. Tag

Anreise

Flug nach Adana; 1 Ü in Adana.

2. Tag

Karatepe, Toprakkale, Issos

Fahrt durch die Taurusvorberge in den Nationalpark Karatepe-Aslantaş mit späthethitischer Burganlage: Stadttore mit außergewöhnlichem Reliefschmuck, Gottkönige, Streitwagen und Krieger, Hirsche, Löwenskulpturen. Fahrt über das Amanusgebirge an der byzantinisch-armenischen Burg Toprakkale und an Issos, dem Ort der Alexanderschlacht 333 v.Chr., vorbei nach Antakya, dem antiken Antiochia. Ü in Antakya.

3. Tag

Antakya, Mosaikenmuseum, Hain der Daphne

Antiochia war eine der reichsten Städte des Orients; das Archäologische Museum in Antakya zeigt die weltweit zweitgrößte Sammlung römischer Mosaiken; spektakulär ist ein vor wenigen Jahren ausgegrabener figurengeschmückter Marmorsarkophag. Die Grottenkirche St. Peter soll der ersten, vom Apostel Petrus gegründeten christlichen Gemeinde als Versammlungsort gedient haben. Der alte „Hain der Daphne“, ein Quellgebiet mit Lorbeerbäumen, Eichen und Zypressen an zahlreichen Wasserfällen, hat leider von seinem Zauber eingebüßt, ist aber immer noch einen Besuch wert. 1 Ü in Gaziantep.

4. Tag

Waldrappstation, Urfa, Harran

Fahrt nach Birecik, Besuch der auf der östlichen Euphratseite liegenden Waldrappstation. Weiter nach Urfa, dem Edessa der Kreuzfahrer, vor 3500 Jahren Hauptstadt der Hurriter. Hier soll Abraham auf seinem Weg von Ur in Chaldäa ins Gelobte Land sein Lager aufgeschlagen haben. Verweilen am Abrahamteich, der von der Roha-Quelle am Fuß der Zitadelle gespeist wird. Besichtigung der Halil Rahman-Moschee („Grüne Kirche“), der Ulu Cami und der muslimischen Wallfahrtsstätte der Abraham-Einsiedelei mit heilkräftiger Quelle und Grab des Eyüb (Hiob). 2 Ü in Urfa.

5. Tag

Harran, Urfa

Fahrt durch die Ebene von Harran, nach Bau des Atatürk-Staudamms grün geworden. In Harran holte Rebekka für Jakob Wasser aus dem Brunnen, von hier aus brach Abraham mit Sarah um das Jahr 1800 v. Chr. nach Kanaan auf. Seit assyrischer Zeit war Harran eine bedeutende Festungsstadt, heute ist es ein abgelegenes Dorf mit Trulli-Häusern aus Lehm. Zurück nach Urfa, Besuch des Archäologischen Museums mit Funden von Göbeklitepe. Aufstieg auf die Zitadelle; orientalisch-arabischer Bazar in der Altstadt.

6. Tag

Mardin, Tur Abdin

Fahrt durch Steppe und Halbwüste nach Mardin. Stadtrundgang: ortokidische Alte Moschee, Medresen, helle Bruchsteinhäuser, traditioneller Basar. Weiter geht es auf das Hochplateau des Tur Abdin, in dem neben Arabisch und Türkisch noch Aramäisch, die Sprache Jesu, gesprochen wird. Besuch des syrisch-jakobitischen Klosters und Bischofssitzes Deir Az Zafaran, mit Arkaden, Innenhöfen, Mönchszellen und Kirche. Fahrt nach Midyat, Zentrum des syrisch-orthodoxen Christentums. 2 Ü in Midyat.

7. Tag

Midyat, Mar Gabriel, Khakh

Besuch des Doppelklosters Deir Mar Gabriel (4. Jh.), heute wichtigstes Kloster des Tur Abdin, in dem es im Mittelalter über 80 Klöster gab. Für die monophysitischen Christen begann mit den Raubzügen der Kreuzfahrer die Zeit der Verfolgung. Freundlicher Empfang beim Besuch der Marienkirche in Hah (Khakh). Zurück nach Midyat; Rundgang durch das Kleinstädtchen mit Kirchen aus dem 6. Jh. Midyat ist bekannt für seine guten Silberschmiede.

8. Tag

Hasankeyf, Bitlis

Fahrt zur Festung Hasankeyf, malerisch an einer Engstelle des Tigris von den Römern angelegt. Aufstieg auf die Zitadelle mit Ruinen des ortokidischen Palastes (12. Jh.). In Bitlis, das von einer mächtigen Zitadelle überragt wird, Besichtigung des Komplexes der Şerefi Camii mit Moschee, Armenküche, Türbe und schöner Medrese. 1 Ü in Tatvan am Vansee.

9. Tag

Gevaş, Ahtamar, Tuşpa, Van

Bei Gevaş seldschukischer Friedhof mit arabesk verzierter Türbe für die Prinzessin Halime Hatun und reliefierten Grabsteinen. Mit dem Boot Überfahrt zur Klosterinsel Ahtamar; reicher Reliefschmuck an den Außenwänden der armenischen Heiligkreuzkirche mit Szenen aus dem Alten Testament und Heiligenfiguren (10. Jh.). Weiter nach Van; Aufstieg auf den Burgfelsen oberhalb von Alt-Van mit Mauern einer urartäisch-türkischen Zitadelle. In den Fels gehauen Grabkammern und Keilschrifttafeln in assyrischer Sprache aus der Zeit des Reichs von Urartu mit seiner Hauptstadt Tuşpa (9.-7. Jh. v.Chr.). Besuch des (hoffentlich wieder geöffneten) Archäologischen Museums in Van mit Tausenden von urartäischen Funden. 1 Ü in Van.

10. Tag

Bendimahi, Doğubayazıt am Ararat

Auf der Fahrt Richtung Ararat Halt an den Wasserfällen und Stromschnellen des wilden Bendimahiflusses. Weiter durch die bizarren Lavafelder des Tendürek-Bergs nach Doğubayazıt am Fuß des 5.165 m hohen biblischen Berges Ararat. Besichtigung der malerisch auf einem Felsplateau liegenden imposanten Palastruine des Kurdenemirs Ishak Paşa. 1 Ü in Doğubayazıt.

11.Tag

Adılcevaz, Ahlat, Nemrut-Krater

Über Erciş geht es am westlichen Vanseeufer entlang zum einst armenischen Adılcevaz; hier wurden urartäische Felsreliefs ausgegraben. Weiter zum Seldschukenfriedhof von Ahlat mit Türben und Tausenden von Grabsteinen. Majestätisch erhebt sich vor uns der 3300 m hohe Vulkankegel des Nemrut. Auf einer Gebirgspiste fahren wir (wenn der Straßenzustand es zulässt) an den Kraterrand; traumhaft schöner Blick über den Vansee und auf die tiefblauen Kraterseen; an einem grünen Nebensee entspringen heiße Quellen. 1 Ü in Tatvan.

12. Tag

Diyarbakır

Fahrt nach Diyarbakır, auf einem dunklen Basaltplateau über dem Tigris erbaut. Besichtigung der Großen Moschee, einer im 7. Jh. umgebauten Kirche, und einer schönen Karawanserei. Stadtrundgang entlang der gewaltigen, im 4. Jh. aus schwarzen Basaltblöcken errichteten Mauer um die Altstadt mit Zitadelle, Bastionen, Türmen und Stadttoren. Besuch des Archäologischen Museums in einer alten Medrese mit Funden aus der Zeit der Hethiter und Assyrer.

13. Tag

Arsameia, Berg Nemrut

Überquerung des Atatürk-Stausees auf einer Autofähre. Von Kahta aus Auffahrt auf den „Berg der Götter“, den 2150 m hohen Nemrut oberhalb des Euphrat. Hier ließ König Antiochos I. von Kommagene im 1. Jh. v.Chr. ein Monumentaldenkmal über seiner letzten Ruhestatt bauen. Römische Brücke über den Cendere, Felsreliefs im einst kommagenischen Arsameia am Nymphenfluss. Erster Aufstieg auf den Berggipfel bei Abendlicht. Ü in einfacher Unterkunft direkt am Nemrut.

14. Tag

Nemrutgipfel

Bei Sonnenaufgang steigen wir ein zweites Mal zur Bergspitze auf. Gigantisch sind die Reliefstelen der Götter des griechischen und persischen Pantheons und des vergöttlichten Herrschers auf den Kultterrassen: Ahura Mazda (Zeus), Mithras (Apollon), Artagenes (Herakles), Kommagene, die Schutzgöttin des Reichs, und ein in Stein gemeißeltes „Löwenhoroskop“. Am Nachmittag Fahrt nach Gaziantep, 2 Ü.

15. Tag

Gaziantep

Im Jahr 2000 wurden die Ruinen der hellenistisch-römischen Stadt Zeugma am Euphrat durch den Birecik-Staudamm überflutet. Ein halbes Jahr vorher konnten in einer spektakulären Notgrabung, finanziert durch einen amerikanischen Industriellen, die kostbarsten Mosaike gerettet werden. Im Archäologischen Museum in Gaziantep sind diese fantastischen Mosaikböden zu bewundern. Sehenswert auch die Sammlung späthethitischer Reliefblöcke. (Einkaufs-) Bummel durch den Altstadt-Basar, kunstvolle Kupfer- und Messingarbeiten bieten die Schmiede an. Die Küche von Gaziantep ist für ihre süßen und scharfen Köstlichkeiten bekannt. 1 Ü.

16. Tag

Abreise

Transfer zum Flughafen Gaziantep, Rückflug.