Ornithologie & Nationalparkreisen
Lésbos
Ein ornithologisches Kleinod

Lésbos, die drittgrößte griechische Insel, liegt in Sichtweite des anatolischen Festlands,
mit dem sie in faunistischer und floristischer Hinsicht viele Gemeinsamkeiten hat. Hier
brüten Türkenammer, Türkenkleiber, Kappenammer, Grauortolan, Mittelmeersteinschmätzer,
Maskenwürger, Felsenkleiber und Blaumerle. Weitere interessante Arten sind: Nacht-, Purpur-
und Rallenreiher, Wespenbussard, Rotfuß- und Eleonorenfalke, Baum- und Würgfalke, Kurzfangsperber,
Steinsperling, Kurzzehenlerche und Rostgans.
Auf Lésbos gibt es - für eine Ägäisinsel ungewöhnlich - große Feuchtgebiete. Bedingt durch
zwei Binnenmeere hat die Insel eine sehr lange, kaum besiedelte Meeresküste. Besonders schön
ist Lésbos im April, wenn Orchideen und andere Mittelmeerpflanzen in voller Blüte stehen.
Unser Hotel liegt im Norden des Golfs von Kalloní im Schwemmland zwischen zwei Flüssen. Von
hier aus besuchen wir sternförmig die verschiedenen Exkursionsgebiete.
Preis pro Person| Art | Preis |
|---|
| Doppelzimmer | 1.490,00 € |
| Einzelzimmer | 1.690,00 € |
Privat-Tour| Personenanzahl | Preis |
|---|
| 1-7 Personen
|
ab 1.680,00 € |
Programm als PDF herunterladen
Termine
| Sa., 04. Apr. 2009 | - | Mi., 15. Apr. 2009 |
Bei DR. KOCH im Reisepreis inbegriffene Leistungen
- Flüge
- Flughafen- und Sicherheitsgebühren, Kerosinzuschlag
- Transfers und sonstige Transporte
- Alle Fahrten mit dem Bus
- Unterkunft im DZ/EZ mit DU/WC
- Vollpension
- Reiseleitung
- Eintrittsgebühren
- Reisepreissicherungsschein
Teilnehmerzahl
8 - 18 Personen
Reiseleitung
Elmar Witting
Witterung
12-28 ºC, einzelne Schauer/Gewitter möglich.
Schwierigkeitsgrad
Leichte Wanderungen, Wege steinig und dorniges Gestrüpp.
Hinweise
- Wir empfehlen eine Reiserücktrittsversicherung.
- Dies Reise ist mit der
botanischen Reise Lésbos kombinierbar.
Unser Rail&Fly Angebot:
In Kooperation mit der Deutschen Bahn AG bieten wir Ihnen für nur 68,00 € pro Person
ein Bahn-Ticket (Hin- und Rückfahrt, 2. Klasse, ICE-Zuschlag inklusive) zu Ihrem Abflughafen.
Reisebuch
"Lesbos"
aus dem Michael Müller Verlag
hier online bestellen
(versandkostenfrei innerhalb Deutschlands)
Anreise
Flüge ab Frankfurt, andere Abflughäfen auf Anfrage und
gegen Aufpreis.
Änderungen
Änderungen können jederzeit auftreten.
Die Änderungen des Reiseverlaufs behalten wir uns ausdrücklich vor, da zwischen Planung und Durchführung der Reise oft längere Zeiträume liegen.
- 1. Tag
-
Flug nach Mitilíni
Transfer zum Hotel in Skála Kallonís, in dem wir bis zum Ende der Reise bleiben.
- 2. bis 5. Tag
-
Lagunen, Hügelland um Kalloní
Unser Hotel liegt im Norden des Golfs von Kalloní im Schwemmland zwischen zwei Flüssen.
Ganz in der Nähe, hinter einer Reihe von Tamariskenbäumen, liegt ein kleiner verschilfter
See. Wir können oft von Stunde zu Stunde neue Arten beobachten: Stelzenläufer, Knäkente,
Weißbart- oder Trauerseeschwalbe und Sichler, Zwergrohrdommel und Rohrweihe. In den
Tamarisken brüten Weidensperlinge, auf dem Meer sind oft Schwarzhalstaucher zu sehen.
Nicht weit vom Hotel liegt die Mündung des westlichen Flusses inmitten von Salzmarschen,
wo Silber-, Seiden- und Graureiher, ab und zu Schwarzstorch, sehr selten Löffler,
Austernfischer und Brachschwalbe nachgewiesen wurden. Interessant sind auch ein kleiner
Binnensee nördlich der Marschen und das Potamiá-Tal.
Ein hervorragendes Exkursionsgebiet bieten die großen Salinen im Osten von Skála Kallonís,
in denen man Flamingos in großer Zahl schon von weitem leuchten sieht. Beeindruckend sind
die vielen Limikolen, Säbelschnäbler und Entenarten. Am besten beobachtet man hier gegen
Abend mit der Sonne im Rücken. An der Mündung des Milopótamos stehen allerlei Reiher,
Möwen und Seeschwalben. In den Olivenhainen brüten Blutspecht und Kappenammer.
Arten wie Nacht- und Purpurreiher, Wespenbussard, Kurzfangsperber, Rotfuß- und
Eleonorenfalke, Baum- und Würgfalke, Mittelschnepfe, Zitronenstelze und Rosenstar sind
in den küstennahen Feuchtgebieten beobachtet worden.
- 6. Tag
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Parákila-Feuchtgebiet, versteinerter Wald
Westlich des Golfs von Kalloní, im Schwemmland bei Parákila, wurden u.a. Löffelenten,
Kleines Sumpfhuhn, Tüpfelsumpfhuhn und Cistensänger nachgewiesen. Wir suchen einen
Brutplatz der Türkenammer auf. Im hügeligen Gelände ist die Chance groß, auf
Schlangenadler zu treffen. Durch einen locker von Walloneneichen bestockten Berghang
Wanderung auf einer antiken Pflasterstraße zum hoch auf einem Berggipfel gelegenen
Kloster Ipsiloú. Mittelmeersteinschmätzer, Blaumerle, Steinsperling, Kolkrabe und
Grauortolan sind hier zu Hause. Auf der Rundwanderung durch die Felslandschaft des
versteinerten Waldes beeindrucken riesige Sequoiastämme aus dem Tertiär mit ihrer
leuchtenden Farbenvielfalt.
- 7. Tag
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Mólivos, Olympos
Über der malerisch am Felsen gelegenen Burg von Mólivos ziehen Fahlsegler und Rötelfalke
ihre Bahnen. Im Buschwerk an der Küste Masken- und Orpheusgrasmücke, hier sind öfter
Eleonorenfalke oder Wanderfalke zu sehen. Weiterfahrt nach Osten entlang der Nordküste.
Der Baumbewuchs nimmt zu. Wiedehopf, Trauermeise und Zippammer kommen hier vor,
Brutverdacht für Weißkehlsänger. Auf dem Meer möglicherweise Mittelmeer- und
Gelbschnabelsturmtaucher sowie Krähenscharbe. Halt im malerisch gelegenen Fischerdorf
Skála Sikaminiás. Am höchsten Berg der Insel (Olympos 968 m) sind neben Türkenkleiber
und Berglaubsänger eventuell sogar Steinadler zu beobachten. Hier können wilde Tulpen
und Orchideen, darunter die seltene Comperia comperiana blühen.
- 8. Tag
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Achladerí, Tempel von Mesa
Auf der Fahrt entlang des Golfs große Salzmarschen, ein kleiner Fluss und ein
Feuchtgebiet mit verlassenen Fischteichen. Östlich der Straße bei Achladerí türmt
sich eine Felswirrnis, entstanden durch Wollsackverwitterung, auf. Hier gibt es
Bienenfresser, Nachtigall, Kurzzehenlerche, Maskenwürger, Felsenkleiber und Rostgans.
Besuch der Ausgrabungen von Mesa.
- 9. Tag
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Salzpfannen von Polichnítos
Wanderung entlang der Küste durch Gartenland und Feuchtgebiete bis zu Lagunen und
Salinen, an denen möglicherweise neue Arten zu entdecken sind.
- 10. Tag
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Agiásos, Berg Ilías
Das malerische Städtchen Agiásos liegt am Fuß des 996 m hohen felsigen Ilías. Wanderung
auf uralten Pflasterstraßen durch Gärten und Esskastanienwälder bis zur Kiefernzone mit
interessanten Waldvogelarten. Prächtige Flora: Christrose, wilde Tulpen, zahlreiche
Orchideen (Orchis lasciflora, morio, provincialis, tridentata), Zungenständel, Violetter
Dingel, Drachenwurz und Großblütige Anemone sind möglich.
- 11. Tag
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Lárissos, Mitilíni
Die größten Schilfbestände der Insel liegen bei Lárissos am Golf von Gera. Fahrt nach
Mitilíni, wo wir die Ausgrabungen in der riesigen Burganlage besichtigen. Nachmittags
Stadtbesuch oder Kaffeehaus am Hafen.
- 12. Tag
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Rückflug ab Mitilíni